Erfolge

2010:

3. Platz beim Zeitfahren in Grafschaft

2.Platz Straßenrennen Grafschaft

2. Platz Bergzeitfahren in Ramsbeck

Vattenfall Cyclassics 12. Platz AK und 414. Gesamt

2011:

Vattenfall Cyclassics 2. Platz AK und 73. Gesamt

Lizenzrennen in Bünde 11. Platz

Ötztaler Radmarathon als jüngster Finisher in 30 Jahren Geschichte in 10:26 Stunden

2012:

Duathlon Baunatal 16. Platz

SET----->Steinberger Extrem Tour 24 Stundencharitymarathon 570km mit 5000hm als jüngster

Race Around Austria jüngster in einem 3er Team 5. Platz 4er Teamwertung 3 Tage 6 Stunden 51 Minuten

2013:
Benefizveranstaltung -800 km für einen guten Zweck: 35:50h Bruttofahrzeit und 33:10h Nettofahrzeit

Rad am Ring 24 Stundenrennen im 4er Team 16.Platz 4er Teamwertung

 

2014:
24 Stundenindoorcycling leider nach 14 Stunden mit Grippe ausgeschieden trotzdem wurde das Benefizziel erreicht

2015:
Xletix Challenge
400 Km von Spikenesse nach Brilon in 2 Tagen für den guten Zweck
 

Rad am Ring 2013

Die grüne Hölle machte ihren Namen volle Ehre doch bis dahin dauert es noch ein bisschen den der Bericht über Rad am Ring beginnt am 06.09.2013 um 15 Uhr es war endlich soweit die Metallfeile kann sich nun endlich abkühlen, vom U-Stahl  feilen. Noch schnell abstempeln und dann hatte ich  FeierabendJ. Also schnell nach Hause Freundin und alle Sachen eingepackt, was gegessen und los ging es Richtung Nürburgring bei Sonnenschein und angenehmen 22 Grad. Um 21 Uhr sind wir nach ein paar Staus angekommen und bauten unser Zelt auf. Nach Ca. einer halben Stunde war auch dies geschafft und endlich hatten ich und meine Freundin ein paar Minuten Zeit um uns auf das Bevorstehende Abendteuer Mental vorzubereiten. Bei angenehmen 17 Grad schliefen wir im Warmen Zelt ein und wachten gegen 7 Uhr auf.  Dann packten wir unser Zelt ein und grade als ich, dass Auto abschloss fing es an zu regnen. Wir gingen noch eine kleine Runde Spazieren und um 8 Uhr fuhren wir durch den Regen zum Nürburgring. Wir frühstückten noch schnell was und ab zum Fahrerlager, welches schön eingerichtet war. (Ich muss mich jetzt wirklich bei Stephan Hauke von Avia bedanken für den Startplatz im Team Avia Racing. Mir war es schon fast peinlich in den Riesen Renntruck mit Cateringservices und Physiotherapeuten unterkommen zu dürfen, wenn man sich die anderen Fahrer anguckt mit den Pavilions… Aber im Nachhinein war ich dankbar, denn das Wetter lud nicht grade zu einem Campingausflug am Nürburgring ein)


Nun war es endlich soweit, dass Rennen startete pünktlich um 13:15 Uhr und Team Avia Racing 1,2 und 3 machten sich auf den Weg. Ich bin für Team 3 gefahren.
Noch war es Trocken und die Sonne scheinte.
Als erstes startete Christian. An 3. Stelle kam ich, also konnte ich mich erst einmal 2 Stunden ausruhen dachte ich, doch nach grade einmal 1 ½ Stunden kam Fahrer 2 rein somit musste  ich auf die Strecke, bei noch angenehmen Wetter. Die 3. Runde von unserem Team beendete ich in einer mit einer Zeit von ca. 50 Minuten.
Dann hieß es wieder ausruhen…
Auf einmal begann es zu Regnen und die Rennsituation änderte sich auf einmal, denn jetzt wurde es gefährlich mit schmalen Rennradreifen die berüchtigte Strecke abzufahren ist kein Kinderspiel, denn die Autos haben viel  Gummi und Öl hinterlassen. Dadurch wurde die schwierige Strecke mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 106 Km/h noch schwieriger. Daher wurde die Strecke nahezu unbezwingbar, doch das war nur der Anfang…
Mittlerweile war mein Team in Runde 7 und ich war wieder an der Reihe, die Letzte Runde im Licht für mich aber mit viel Regen. Aber auch die Runde überlebte ich mit klarer Sicht von Sziols und super Bremsperformance von Debello. Nun begann also die Rennentscheidende Nacht und in Runde 11 war ich wieder dran. Das Wetter, ja das Wetter es Regnete zwar nicht aber der Nebel und die nicht grade angenehme Temperatur machten uns es trotzdem nicht leicht, doch auch diese Runde brachte ich hinter mich. Mittlerweile hatten sich meine Rundenzeiten bei 51 Minuten eingependelt. Das Rennen würde immer extremer immer mehr Unfälle überschattete das Rennen und ich legte mich erst einmal eine Runde schlafen. Dann war ich das 4. Mal dran um ca. 1 Uhr und gab alles was ich konnte, doch es ging einfach nicht mehr, dass Wetter hatte sein erstes Opfer gefunden ich. Krämpfe und durch den dauerhaften Regen der sich nicht besserte, war die Stimmung gedämpft im Team. Nach meiner 4. Runde im Starkregen gönnte ich mir eine Massage und legte mich schlafen, doch draußen tobte mittlerweile ein Unwetter. Fahrer 4 und 1 aus meinem Team kamen grade so noch mit einer akzeptablen Zeit an, doch als Fahrer 2 der vor mir war, nun schon 1:20 Minuten draußen mit sehr viel Regen Blitz und Donner fuhr. Gedanken
gingen uns durch den Kopf: Ist ihm was Passiert? Wie machen wir weiter? schicken wir noch einen Fahrer raus?
Mittlerweile war schon das 24 Stunden MTB Rennen unterbrochen, da die Strecke nicht mehr Befahrbar war! Nur die Rennradfahrer waren noch auf der Strecke. Ein Gespräch mit der Rennleitung brachte leider nichts. Aufatmen, der 2. Fahrer von meinem Team war nun endlich da, somit ging ich auf die Strecke. Schon nach 2 Km stieg ich vom Rad ab und hatte Angst. Nichts ging mehr, die Reifen hatten keine Haftung. Sehen konnte man erst recht nicht mehr und bremsen konnte keiner der Fahrer mehr, ob mit Alu oder ohne.
 Es war einfach die Hölle, doch jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ich musste die Runde zu Ende fahren und das obwohl nach dem ich 50 Minuten auf der Strecke war, das Rennen tatsächlich unterbrochen wurde (05:47 Uhr, Rennen wurde unterbrochen). Doch ich musste die Runde zu Ende fahren. Als ich endlich wieder bei unserem Truck angekommen war,  hieß es ein paar Stunden schlafen bis zum Restart (8:30 Uhr wurde das Rennen neugestartet). Für mich sollte es aber keinen geben,  denn ich hatte in der Nacht schon Schüttelfost, Schnupfen und die ersten Anzeichen einer Erkältung. Dadurch konnte ich  nicht mehr starten. Es tat mir leid, nur meine Gesundheit ging mir in diesem Moment vor. Daher möchte ich mich  bei den anderen 3 Fahrern bedanken, dass sie so toll und stark weitergefahren sind.

Dadurch hat unser Team noch Platz 16 erreicht.

Danke an alle für das tolle Event. Vor allem an Stephan Hauke, der uns dies ermöglicht hat.

Avia Racing Team 1 schaffte es auf Platz 3
Avia Racing Team 2 schaffte es auf Platz 148
und das von rund 500 Teams.

Ich bin stolz auf Euch und würde mich auf meinen Restart mit Euch im Jahre 2014 freuen.

Euer Marvin 

Zu den Photos
Zu dem Video

 

Benefizveranstatung -800 km Nonstop für einen Guten Zweck

Bevor ich anfange, Euch zu erzählen wie ich mich durch die 800 km gequält habe, möchte ich ein bisschen was zu dem Hintergrund erzählen, warum ich es gemacht habe.

Alles begann 2013 nach dem Race Around Austria, welches ich im 3er Team bestritten habe. Ich nahm mit einem befreundeten Radfahrer Kontakt auf und wir wollten 2013 etwas Besonderes machen. So kamen wir auf die Idee etwas zu fahren was noch kein anderer gefahren ist und das mit einem guten Zweck kombiniert. Wir hatten alles geplant und es scheiterte an der Genehmigung in Österreich. Doch ich war so gepackt von dem Gedanken, etwas für einen guten Zweck zu tun, dass ich nachdachte, ob ich nicht trotzdem irgendwas machen kann. Aber es soll auch Sinn haben und nicht einfach für irgendwas sein nach dem Motto Hauptsache ich kann sagen ich habe etwas für einen guten Zweck getan.

 

Da dachte ich wieder an Stefan Ester und sein Team, welches sich bereits viele Jahre vorher für die Krankheit Muskeldystrophie Duchenne einsetzte. Ich wollte bereits 2012 mit dem Team nach Hamburg fahren. Doch da wusste ich noch, nicht für welche Krankheit sie wirklich fahren. Also traf ich mich mit Stefan und wir unterhielten uns über die Krankheit. Als Stefan mir vom kleinen Fionn (9) erzählte, welcher an der Krankheit leidet, bekam ich echt Gänsehaut und am selben Abend stand der Entschluss fest, ich muss etwas für die Krankheit tun. Ich sagte zu Stefan: „Ich fahre für die Kinder, 800 km!“ und bereits eine Woche Später begannen wir mit der Organisation.

Ab diesen Moment möchte ich ein bisschen vorspulen. Ich will Euch ja auch nicht langweilen mit den vielen Organisationssachen.

 

Also, wir schreiben den 10.Juli 2013. Die letzten Vorbereitungen sind nun beendet, noch ein kleines Interview mit dem Radioteam vom WDR und ich ging zu Bett.

11. Juli 2013 der Tag der Veranstaltung. Erst einmal schlief ich bis 12 Uhr aus und anschließend packte ich das Auto und wir fuhren nach Brilon. Dort angekommen bereitete ich das Begleitfahrzeug vor und ließ mich von meinem Ergotherapeuten Markus Schindler tapen.

18:00 Uhr noch einen letzten Kuss von meiner Freundin und los!!!

Nun war es also soweit. Ich war am Fahren und es gibt jetzt kein Zurück mehr. Die erste Runde machte echt Spaß, die rund 30 Fahrer begeisterten mich, denn so wusste ich, dass die Veranstaltung ein super Erfolg werden wird. Ja, ich spürte es irgendwie jetzt schon ;)

Gegen 21:43 Uhr die erste Runde war geschafft und wir kamen wieder am Markt vorbei. Die rund 2000 Zuschauer des Musiksommers Brilon jubelten uns zu, doch nun waren wir nur noch zu zweit.

Der zweite Fahrer war Reinhard Schulte, ein Trainingskollege von mir der es etwas eiliger hatte wie ich, denn er fuhr immer ein Stück vor und warte dann auf mich was mir nichts ausmachte und so schaffte ich auch die zweite Runde ohne Probleme und schneller als ich schauen konnte hatten wir den 12.Juli 2013.

Nun wurde es schon ein bisschen ernster. Die dritte Runde begann und es wurde sehr kalt, etwa um die 5 Grad zeigte teilweise das Thermometer des Begleitfahrzeuges. Doch auch diese Runde war ich nicht allein, denn Volker Müller begleitete mich.

Die 4. und in schlimmste Runde begann nun. Es war immer noch kalt und die 300 bereits gefahrenen Kilometer spürte ich nun ein wenig, da auch die Kälte und der Nebel die Stimmung nicht steigerte. Der Wind war ab Westheim immer gegen uns und auch Volker quälte sich sichtlich in kurzer Hose. Zum Glück hatte ich schon mit den Temperaturen gerechnet und mich dick angezogen.

Endlich die vierte Runde lag hinter Volker und mir. Er hat mich dann als Begleiter verlassen. Somit gönnte ich mir meine erste und einzige längere Pause. Ich aß Nudeln in der Pizzeria Nido am Markt und gab dem WDR ein Interview. 25 Minuten waren nun um und langsam klarte der Himmel auf. Was hieß das für mich? Ich bekam neue Motivation, gute Laune und wollte es endlich zu Ende fahren, also rauf aufs Rad.

Mittlerweise war es Freitagmittag und es sammelten sich immer mehr Radfahrer am Stand von Benni und Co. Ich fuhr wieder los mit einer Truppe von 6 Leuten und mit Sonnenschein machte das echt Spaß. Die 5. Runde ging einfach super schnell rum. Mir ging es wieder super und so langsam wurde mir klar „ Ich schaffe das!!!“

Die sechste Runde freute mich besonders, denn es waren wieder ein paar bekannte Gesichter dabei. Erneut Reinhard Schulte, und was mich besonders freute, Daniel Hülsmann, welcher ein alter Lehrer von mir war. Er hat mir das Radfahren näher gebracht. Leider hatte dieser einen Unfall mit einem Auto hatte und musste lange pausieren, daher habe ich vor dieser Person einen riesen Respekt. So kurze Zeit nach dem Unfall

(September 2012 nahm ihm ein 2. Mal ein Auto die Vorfahrt und die Schrauben sind noch nicht alle raus) mich auf so einer Strecke zu begleiten. Dies motivierte mich enorm.

Unterwegs stieg dann noch Tim Rose ein, der mich von Westheim an begleitete. Ab dort kämpfte ich gegen die Müdigkeit, also schnell von Sziols das Active Red Glas in die Brille und ein Schluck Energiedrink und es ging wieder besser.

 

Nun begann die 7. Runde und als ich am Markt den kleinen Fionn sah kamen mir leicht die Tränen und ich bekam Gänsehaut und wollte es schaffen. Allein für den Jungen musste ich das Schaffen, also schnell weiter bevor die anderen noch meine feuchten Augen sahen ;)

Wir waren nun wieder zu dritt. Reinhard Schulte fuhr nun schon die 4. Runde mit, ebenfalls eine Mountainbikerin. Danke dafür. Natürlich konnte ich den Beiden nur noch schwer folgen aber sie warteten immer wieder auf mich. Eine große Überraschung war es als ich in Messinghausen war und mir auf einmal 10 Radfahrer mit Licht entgegenkamen. Stefan mit dem gesamten Biken für Benni Team und noch weitere 6 Fahrer waren per Telefon von Luisa unterrichtet worden, es ginge mir nicht gut. Sofortiger Aufbruch vom Marktplatz Richtung Messinghausen. Die Radfahrer begleiteten mich von Messinghausen nach Brilon, um dann mit mir die letzte Runde zu fahren.

 

Die letzte Runde war nun da und ich war wirklich froh bis dahin gekommen zu sein. „Tschüss Reinahrd!“ und für uns ging es sofort weiter. Als weitere Motivation las mir meine Freundin nach und nach Eure Nachrichten und Facebook Kommentare vor. Dabei trank ich ein Allin Getränk und freute mich, dass so viele hinter mir standen und auch immer noch stehen. Ich war nun bereit auch die letzten 70 km bei wieder kalten Temperaturen um die 6 Grad in Angriff zu nehmen. Das Biken für Benni Team brachte mich gut durch die letzte Runde. Mir tat zwar alles weh, doch der Gedanke anderen zu helfen motivierte mich über meine Grenzen hinauszugehen und so war auch die letzte Runde um 5:50 Uhr geschafft. Dort warteten um die 20 Leute auf uns. Uns empfingen meine Familie und die Frauen, Kinder und Fans. Viele waren zu Tränen gerührt. Ich bin in diesem Moment sehr stolz auf das erreichte.

 

Alle hatten an der Veranstaltung Spaß. Danke an alle Fahrer die mich begleitet haben. An die Betreuer, die es nicht immer leicht mit mir hatten, wenn ich nach einem Nutella Toast verlangt habe oder ich vor Müdigkeit einfach nur noch Blödsinn erzählt habe.

 

Als aller letztes möchte ich mich bei meinem Sponsoren bedanken und meinen Eltern die mich jeden Tag begleiteten, mich unterstützen wo sie nur können und das immer ohne ein Dankeschön von mir zu erwarten.

 

Meiner Freundin möchte ich besonders danken, sie war immer für mich da auch dann wenn ich kurz vorm Aufgeben war. Bald sind wir ein Jahr zusammen was wir jetzt erst einmal feiern werden.
 

Danach denke ich über neue Ziele und Herausforderungen nach.

 

Zum Schluss möchte ich einer Person Danke sagen, die mir das alles ermöglicht hat, Stefan Ester.

Vom ersten Tag an war mir Stefan sehr sympatisch und hatte immer ein Ohr für meine Ideen und vorallem auch für die Kinder. Wenn man einer Person für die Veranstaltung danke sagen möchte, dann darf man Stefan nicht vergessen. - Danke Stefan!

 

In dem Sinne wünsche ich Euch alles Gute und hoffe dass Euch der Text gefallen hat.

 

Euer

Marvin

 

Race Around Austria als jüngster in einem 3er Team

Nach dem Trainingslager in Frankreich mit der Madfelder Gruppe (Karl-Heinz Decker, Willhelm Kemmerling Reinhard Schulte und Albert Decker, der das Wohnmobil lenkte, regenerierte ich eine Woche, denn 750 km und die wahnsinnigen Temperaturen in den Pässen Frankreichs waren nicht einfach. Ich habe noch ein paar lockere Trainingseinheiten gemacht, da ich wusste was mich erwartet.

 

Am 12. August ich packte meine Sachen und bereitete mich ein letztes mal mental auf das Rennen vor, ich kontrollierte alles doppelt und dreifach, damit ja nichts vergessen wird.

 

Am 13. August um 5 Uhr fuhren wir, das sind ich mein Vater und meine Mutter los, doch nach kaum 70 km versagte unser Auto auf der Autobahn (Motorschaden). Zuerst wurden wir abgeschleppt, dann wurde ein Leihwagen organisiert und gegen 11.00 Uhr ging es endlich wieder los, wir hatten es wieder im Griff. Ok die Trainingsfahrten habe ich verpasst aber was soll´s . Wir fuhren dann direkt zu meinem Sponsoren Debello, der mich dann noch mit den entsprechenden Laufrädern ausrüstete und zwar mit 50 Clincher mit Tufo und Clincher Schlauchreifen. Die Laufräder sind übrigens super zu fahren und auch die Preisleistung ist nicht zu toppen. Gegen 18.30 Uhr kamen wir endlich in St. Georgen an, ich freute mich endlich meine Teamkollegen kennen zu lernen und verabschiedete mich von meinen Eltern, die vorerst wieder die Heimreise antreten mussten, die ich aber spätestens zur Zieleinfahrt wieder sehen werde. Sie brachten mich noch zu meiner Pension und fuhren dann nach Hause. Meine Teamkollegen und ich haben dann noch gemeinsam zu Abend gegessen und sind dann alle ins Bett.

 

Am nächsten Tag, den 14. August ging es früh los, es stand viel auf dem Plan, wir4 mussten gemeinsam den Tracker holen und das GPS-Gerät (damit ich mich live verfolgen konntet), die Autos wurden beladen, die Lichter wurden gescheckt, die Fahrräder gescheckt, Aufkleber (Lichtstreifen usw.) wurden angebracht. Zwischendurch haben wir dann Sabrina Voss (die Fotografin)vom Bahnhof abgeholt. Wie wir wieder zurückgekommen sind stand es auch fest, wir könnten nur zu dritt starten. Alles sowiet verdaut ging zur Abnahme der Fahrzeuge und der Fahrräder, diese wurden noch einmal von der Rennleitung kontrolliert. Bei uns war alles in Ordnung und somit konnte das Rennen für uns am nächsten Tag beginnen. Am Abend wurde beim Race Meeting noch einmal alles durchgesprochen, worauf hin dann auch endlich die Nudelparty stattfinden konnte. Dabei gab ich noch ein kleines Interview. Später gab es noch eine super Massage und wir haben im Team noch einmal alles durchgesprochen.

 

Dann kam endlich der Tag auf den ich so lange gewartet habe und mich so lange vorbereitet habe wir hatten den 15. August. Der Tag der Wahrheit, wir standen schon früh auf und machten erste Bilder, alberten noch ein wenig rum, um so unsere Nervosität zu überspielen. Doch dann wurde es langsam ernst, letzte Tips von meinem Sponsoren Thomas Rndberger, dieser belegte im Jahr 2011 den 2. Platz (4er Team). Wir kamen der Startrampe immer näher, die Konkurrenz genau vor Augen, noch ein kurzes Interview und dann ging es zur Startrampe ... 3,2,1, und los geht’s. Die ersten paar Kilometer wurden zusammen zurückgelegt. Die ersten Kilometer fuhr Lucian, leider schon nach den ersten 90 Kilometern erreichte uns die Nachricht, dass ein Team ausgeschieden sei, da ein Teamkollege gestürzt sei und im Koma liegt, was keine so schöne Nachricht war. Ein sehr hohes Anfangstempo pregte das Rennen. Die Nacht zog sich ganz schon lange hin, es wurde kalt und mein Teamkollege bekam die ersten Krämpfe, die unser Physiotherapeut schnell wieder beheben konnte.

 

 

Der erste Morgen im Rennen, den 16. August, die Nacht war gut verlaufen (teilweise waren wir kurzfristig auf den 3. u. 4. Platz) später am Morgen waren wir auf dem 5. Platz. Wir mussten uns dann auch von Sabrina Voss verabschieden, da diese am nächsten Tag noch ein Fotoshooting hatte, welches nicht zu verschieben war, es handelte sich um eine Hochzeit. Die erste Stärkung waren Nudeln aus der Mikrowelle, ich musste feststellen Martin konnte nicht nur super Radfahren sondern auch super kochen. Einer musste jedoch immer weiter fahren und bekam erst später die leckeren Nudeln aus der Mikrowelle. Der Tag und auch die 2. Nacht verliefen ohne große Komplikationen, sodass wir unseren 5. Platz halten konnten.

 

17. August ,wir konnten unseren Patz halten, das Führerteam musste aussteigen, da ihr Pace Car den Geist aufgegeben hat, schade für das Team Chin Min. Doch leider war auch ich ein wenig vom Pech verfolgt, kurz vor dem Großglockner kam ich in einem Kreisverkehr zum Sturz, es war gegen 11.00 Uhr, leicht benommen, aber ohne Schmerzen ging es mit einer kleinen Schürfwunde weiter. Der Großglockner lag vor uns. Es ist ein geiles Gefühl diesen Berg zu bezwingen und oben anzukommen. Dort erwarteten uns auch schon die Organisatoren des Race Around Austria, sie fragten uns wie es uns geht und das wir uns mit nur 3 Teamkollegen super schlagen würden. Ich habe auch alte Bekannte vom Vorjahr (Trainingslager Ötztaler Marathon) wieder getroffen, die mich auch sofort wieder erkannten. Zum Abend ging es dann auch noch das Küthai hoch, ein sehr steiler Berg, den wir aber auch bezwingen konnten, von da an wussten wir genau das wir es bis ins Ziel schaffen können. So fuhren wir unsere letzte Nacht wieder motiviert durch.

 

Endlich, der 18. August, der letzte Morgen brach an noch hochmotiviert. Wir gaben noch einmal alles, was bei diesen Temperaturen nicht so einfach war, auch das Essen wurde schwieriger, man bekam nichts mehr hinuter. Die letzten Pässe standen an, noch ungefähr 200 Kilometer, alle wurden langsam müde, es wurde immer heißer und es kam zu einem kleinen Streit im Team. Jetzt hieß es noch einmal alle zusammenreißen und motiviert die letzten Kilometer bis zum Ziel schaffen, trotz Schlafmangel, denn wir hatten alle weniger als 3 ½ Stunden in den letzten 3 Tagen geschlafen. Doch wir motiviert uns wieder gegenseitig der Streit war vergessen und wir konzentrierten uns auf die letzten Kilometer, bei dem Gedanken stieg auch die Stimmung wieder und wir waren motiviert genug es zu schaffen, so dass sich all die Strapazen gelohnt haben und wussten bald haben wir es geschafft.. Am Ortseingangsschild wurde unsere Zeit gemessen, die ersten Zuschauer jubelten und wir genossen die gemeinsame Zieleinfahrt in St. Georgen. Meine Familie wartete schon auf mich und die anderen Familien meiner Teamkollegen. Es war ein nicht zu beschreibendes Gefühl, alle klatschten, durch die Lautsprecher hörten wir unsere Ankündigung, bei meiner Mama flossen die Tränen und wir schlossen uns einfach nur noch in die Arme meine Mama, mein Papa und mein Bruder. Auf der Bühne kam die Durchsage dass wir es in 3 Tagen 6 Sunden und 51 Minuten geschafft haben und das mit nur 3 Fahrern und 3 Betreuern (Die anderen Teams waren mit 4 Fahrern und meist mit mindestens 6-8 Betreuern), einfach Wow. Dann wurden wir noch nach unseren derzeitigen Gefühlen befragt, die zu dem Zeitpunkt fast unbeschreiblich waren, aber wir waren alle froh das die Strapazen vorbei waren und es eine unbeschreibliche Erfahrung war dort mitzufahren. Endlich kamen auch wir zu unserer Sektdusche und die Achterbahn der Gefühle hörte gar nicht auf. Auch wenn wir nicht mehr ganz so frisch aussahen, das strahlen und lachen ging uns nicht mehr aus dem Gesicht. Von der Bühne runter wurde sich erstmal mit der Familie ausgetauscht, Bekannte gratulierten und man konnte erst einmal ein wenig runter kommen. Wir haben dann noch etwas gegessen und sind dann zu unserem Hotel gefahren.

 

Von den Strapazen ein wenig erholt ging es am 19. August, zu der Unterkuft meiner Teamkollegen, wo es hieß Auto ausräumen, alles aufteilen und noch einmal über alles sprechen. Wir haben dann mit den ganzen Familien noch ein wenig Witze erzählt und noch sehr viel Spaß gehabt und waren auch irgendwie traurig das alles vorbei war. Nach dem aufräumen haben wir noch einmal Fotos gemacht, wo auch unsere Familien drauf waren, als Erinnerung für alle und wir werden uns bestimmt noch einmal irgendwann wiedersehen.

 

Zuhause angekommen warteten schon alle anderen Familienmitglieder, Nachbarn und Bekannte und waren Stolz, dass ich das geschafft habe und vielleicht wird es auch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich beim Race Around Austria mitgefahren bin.

 

 

Euer Marvin

Jüngster beim 24 Stundenradmarathon in Bayern.

 

Ich startete am 19. Mai 2012 um 12 Uhr beim SET. Ich war sehr nervös und die starke Anfangshitze machte mich schnell fertig. Nach schon 7 Stunden bekam ich das erste mal nichts mehr zu Essen runter. Ich schaltete für 2 Runden einen Gang runter und ich konnte mich ein wenig regenerieren. Doch geschwächt ging es nun in die Nacht. Ein Freund von mir musste leider bereits aufgeben, was mich nur noch mehr motivierte weiter zu fahren. Um 4 Uhr, hatte ich schon über 300 km geschafft und es ging langsam die Sonne wieder auf. Ein weiterer Freund musste wegen einer Pollenallergie aufgeben. Ich selbst war erschöpft und wollte eigentlich nur noch diesen Marathon zu Ende fahren. Es war mein erster 24 Stundenmarathon und ich habe ihn dann glücklich um 11:40 Uhr beendet. Nach 570 km und 5000 hm viel ich meinen Vater glücklich in die Arme. Es war ein super Erlebnis und ein Anfang in den Extremsport.

 

Euer Marvin

Jüngster Finisher des Ötztaler Radmarathons in 30 Jahren Geschichte

Als ich 2011 am 28.August am Start des Ötztaler Radmarathons war, war ich einer der glücklichsten Menschen der Welt.

Doch bis dahin war es viel Arbeit.  Das für mich größte Problem war, dass ich eigentlich noch zu jung war um teilzunehmen und das um genau einen Tag. Der Start stand also auf der Kippe, doch nach langem Diskutieren seitens der Organisation war es soweit das mir die Teilnahme gestattet wurde, nun musste ich nur noch ausgelost werden. Nach der Auslosung stand es endlich fest - richtig ich war dabei:)

Nun ging es ans harte Training bis zum Ötztaler schaffte ich so 7000km.

In Bestform kam ich dann am 27. August mit meinem Vater in Sölden an und was war 2 Grad und Schneefall :(

Doch am Abend war davon nichts mehr zu spüren, es hörte auf zu schneien und wir legten uns ins Zelt zum Schlafen.

Am Morgen vom 28. August um 4 Uhr hieß es dann Aufstehen, ein Blick aufs Thermometer zeigte mir, dass es heute nicht leicht wird, es waren gerade mal ganze 0 Grad. Am Start, es viel der Startschuss, und nach 10 Minuten kam ich auch schließlich ins Rollen. Es war immer noch sehr kalt, mittlerweile 1 Grad und es ist kein Kinderspiel die 30 Km lange Abfahrt hinter sich zu bringen - Brrr. Unten angekommen, zog ich mich schnell aus und stürzte mich auf den Kühtai.

Oben angekommen, schnell verpflegt und ab in die Abfahrt, da bekam ich eine SMS, meine Zeit war super und somit konnteich die Abfahrt genießen. Nicht lange, ging es auch schon wieder bergauf, dort konnte ich mich einer Gruppe anschließen, mit der ich dann über den Brenner fuhr. Nach einer weiteren Verpflegung wusste ich 2/4 Pässen sind geschafft und mir ging es immer noch gut, also mein Training hat mir viel gebracht. Doch 2 Pässe kamen noch, was hieß: Marvin nicht zu früh freuen.

Nach der schnellen Abfahrt ging es hoch auf den Jaufenpass, oben angekommen fühlte ich mich so gut, dass ich wusste am Timmelsjoch kannich nochmal richtig in die Pedalen treten und das tat ich dann auch. Das Timmelsjoch war allerdings auch die größte Herausforderung, wenn man nach oben schaute schienen die Kehren unzählbar.

Nach 10:26 Stunden fiel ich meinen Vater endlich wieder in die Arme - das Gefühl war unbeschreiblich,  ich glaube ich war der glücklichste Mensch auf der Welt und doch - ich war müde, zerschlagen und freute mich auf richtiges Essen und Schlafen.

Auf meinen Geburtstag am 29.August fuhren wir dann zurück nach Hause ins Sauerland, dort wurde ich von auch schon von meiner Familie und Freunden erwartet, für mich wir dieser Geburtstag unvergesslich sein.

 

Euer Marvin